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1. Fürwigge Marathon

26.04.2020 Start: 9°°h

Ort: Rundweg um die Fürwigge-Talsperre, 456 m ü.M.

Teilnehmer:

1x Marathon, Katharina Hauptvogel (28), Bonn

1x 1/2-marathon, Kathalien Wellnitz (27), Oberbrügge

Organisation + Betreuung: Uli Steinhauer (TuS Oberbrügge 1870 e.V.)

Bei schönstem Wetter versammelten sich am Sonntag die Läuferinnen Katharina und Kathalien um mit leichtem Schritt die Fürwigge-Talsperre zehn bzw. fünf Mal zu umrunden.

Die Strecke wurde vorher mit kalibriertem Gerät auf 4250 +_10m vermessen und hat ca.80 Höhenmeter.

Normalerweise wären die beiden beim „BONN-MARATHON“ gestartet. Da dieser aus uns allen bekannten Gründen abgesagt wurde, entschieden sie, es allein zu meistern.

Pünktlich um 9°°Uhr startete das übersichtliche Teilnehmerfeld.

Noch 60 sec.  

Die ersten drei Runden bewältigten die beiden in gleichmäßigen 6min-Schnitt.

Da beide Debütantinnen ihrer jeweiligen Strecke sind, war das Tempo gut gewählt. Katharina die schon einige „Halbe“ u.a. auch den „P-Weg“ mehrfach geschafft hatte und sich im Laufe der Zeit gut verbessert hat, wollte heute ihren 1.Marathon-nach wie vor die „Königsdisziplin“ – meistern.

Kathalien, die Unerfahrene, ist noch nie 20 km gelaufen.

Im Gleichschritt spulen die beiden eine Runde nach der andern ab. Inzwischen sind sie auf der vierten Runde.

Ich entschließe mich, die 5.Runde mitzulaufen, weil ich weiß, das Kathalien evtl. motiviert werden will.

Um Katharina muß ich mich nicht sorgen. Die läuft locker vorm Frühstück 20 bis 25km.

Die vierte Runde ist beendet. Katharina „ballert“ an uns vorbei. Kathalien: „Ich hör auf, das schaff ich nicht“.

Ich:“ Etwas essen – trinken!“-  „Und jetzt lauf ich mit dir“.

Mit der Wasserflasche in der einen und der halben Banane in der andern Hand „stürmen“ wir hinter Katharina her.

Im Gleichschritt  

Es ist jetzt schon fast zu warm. Immer wieder reiche ich meiner Läuferin die Flasche. Ohne wesentlich langsamer zu werden, erreicht Kathalien ihr Ziel. Es reicht sogar noch für einen Zielsprint.

Im Ziel sind 2:08:07 auf der Stoppuhr, (reine Laufzeit: 2:06:03h)

-Katharina befindet sich bereits auf der 6.Runde.

Ich laufe nun in Gegenrichtung um sie „abzuholen“ und sie auf den letzten Runden zu begleiten. Ab der siebten, spätestens achten Runde wird es härter.

Leider kommt es anders als gedacht. Auf halber Strecke begegne ich ihr. Ein leidvolles Gesicht „strahlt“ mir entgegen. Bauchkrämpfe! Wir gehen ein paar Meter-laufen weiter-gehen-…laufen…gehen…

Sie läuft nicht mehr. Nach 25km gibt sie auf. Es macht keinen Sinn, weiter zu laufen. Bitter.

Ist auch schon Profis passiert, daß sie aufgeben mußten. Tröstet im Moment wenig. Und doch gehört es dazu. Leider.